Montag, 11. Dezember 2017

Umsetzung der Maßnahmen verbessert Gewässergüte deutlich

Landschaftsökologe Bastian  Rupp (r.) erläuterte die Rentaurierungsmaßnahmen. Mit dabei  Bürgermeister Elmar Schröder (2.v.r), Dehausens Ortsvorsteher Christian Schmidt (3.v.r.)

Zur Vorstellung der Renaturierungsmaßnahmen am Hörler Bach, die im Rahmen der Wasserrahmenrichtlinie erforderlich sind, trafen sich bei schönem Herbstwetter ca. 25 Teilnehmer, um gemeinsam den Bachverlauf des Hörler Bachs von De­hausen bis zur Gemeindegrenze Hörle vor Ort zu besichtigen.

An verschiedenen Bachab­schnitten erklärte der zuständige Landschaftsökologe, Bastian Rupp, den interessierten Zuhörern, welche Maßnahmen an den entsprechenden Stellen sinnvoll sind, um die Gewässerstruktur deutlich ver­bessern zu können. Um die Natürlichkeit des Bachlaufes wiederherzustellen besteht seit Jahren die Forderung den Hörler Bach zu renatu­rieren. Bei einer Informations­veranstaltung im August dieses Jahres in Am­menhausen wurde die geplante Ab­wicklung der Maßnahme den Grundstückseigen­tümern bereits vorgestellt, nachdem sie im Frühjahr im Stadtparlament mit der notwendigen Flurbereinigung eingeleitet wurde. Die aktuelle Begehung, zu der alle Grundstückseigentümer eingeladen wor­den wa­ren und an der auch das Planungsbüro Deichmann, der Hessische Wasser­verband und die Flurbereinigungsbehörde teilnahmen, zeigte, dass die gemeinsame Abstimmung im Vorfeld absolut sinnvoll ist. Nur so können die Wünsche und Forde­rungen von Maßnahmenträger und Grundeigentümern miteinander in Einklang ge­bracht werden. So schützt die Anlage von Uferrandstreifen auf den angrenzenden großen Acker­flächen beispielsweise davor, dass Erdeinträge in den Bachlauf gelangen. Der Damm eines künst­lich aufgestauten Teiches, der zu viele Nährstoffe für das Gewässer sammelt, soll beseitigt und der Bachverlauf somit in seinen ursprünglichen Zustand versetzt wer­den. Weiterhin ist auf einer Strecke von ca. 1 km Länge die Verbreiterung und Mäandrie­rung des Baches vorgesehen, um das bisher stark vertiefte Bachbett wieder abzufla­chen.  Zum Abschluss der Wanderung waren sich alle Teilnehmer ei­nig, dass bei einer solch umfangreichen Renaturierungsmaßnahme die Inaugenscheinnahme der Verbesserungsmaßnahmen für das Gewässer vor Ort weitaus hilf­reicher ist, als die Diskussion am grünen Tisch.